Republikanischer Club - neues Österreich

Mittwoch, 18. Mai 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege 1, 1010:

HISTORISCH NICHT RELEVANT? Feministische und geschlechterbewusste Annäherungen an den Ort des ehemaligen KZ Mauthausen-Gusen.
Die Erinnerungskultur rund um das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen-Gusen ist bis heute von einem Unsichtbarmachen von Frauen* als Verfolgte und Inhaftierte, als Täter*innen und Profiteur*innen, oder als Widerständige geprägt. Genauso haben geschlechtertheoretische Zugänge auf die Geschichte des Lagers, wie auf die Gegenwart der Gedenkstätte wenig Einzug in das Verständnis des Orts sowie in die Vermittlungsarbeit gefunden. Als ehemalige Guides an der Gedenkstätte Mauthausen entwickelten Birgit PICHLER und Louise BECKERSHAUS 2017 ein geschlechterbewusstes und feministisches Vermittlungsprogramm. Bei der Diskussionsveranstaltung reflektieren sie, welche neuen Perspektiven sich dadurch auf den historischen Ort des Lagers und auf die Vermittlungsarbeit an der Gedenkstätte eröffnen.

Donnerstag, 19. Mai 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010:

Mit der antisemitischen Feindbildproduktion lässt sich insbesondere in Krisen- und Umbruchzeiten die Sehnsucht nach einfachen, klaren Antworten befriedigen.

Dienstag, 17. Mai 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010:

DIE KATASTROPHE VON WÖLLERSDORF
Erstes Wiener Lesetheater
Kurz vor Ende des 1. Weltkriegs gab es in der k.u.k. Munitionsfabrik Wöllersdorf, in der hauptsächlich Frauen arbeiteten, eine schreckliche Brandkatastrophe, der 423 Menschen zum Opfer fielen. Gerhard KOFLER hat Augenzeugenberichte und Texte zur sozialen Lage der Frauen in dieser Zeit in einer Broschüre zusammengestellt. Mitwirkende: Vera ALBERT, Heidi HAGL, Judith GRUBER-RIZY (Organisation), Gerhard KOFLER. Musik: Reza SAFAWARDI und Djahan TUSERKANI

Donnerstag, 12. Mai 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010:

BILDER ALS BRÜCKE ZUR SPRACHE
Nuşin ARSLAN präsentiert ihr Buch.
Nuşin Arslan war eine Studentin und Patientin der »Kunsttherapie«. Das Buch ist ihre autobiografische Masterarbeit in »Kunsttherapie«, das zweite Buch, das sie in ihrem »Zweiten Leben« (nach dem Unfall mit Schädel Hirn Trauma 2000) schrieb.

Mittwoch, 11. Mai 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010:

„BEI TRUDY JEREMIAS IN NEW YORK“
Buchvorstellung und Gespräch über den Stammtisch jüdischer Emigranten in New York
mit der Autorin Patricia PAWELETZ, Moderation: Peter WEINBERGER.
Trudy Jeremias ist Gastgeberin des Stammtisches deutschsprachiger jüdischer Emigranten in New York. 1938 verließ sie mit ihrer Familie ihre Heimatstadt Wien und floh über Umwege in die USA. Mit großer Lebendigkeit berichtet eine der letzten jüdischen Emigrant*innen aus Wien vom Leben in Österreich während der Nazizeit, vom Ankommen in der „Neuen Welt“, von dem, was ihr Halt gab und was sie immer noch vermisst.

Donnerstag, 5. Mai 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010:

DAS MÄDCHEN UND DER UMHANG
Von Evelyn STEINTHALER erzählt die Überlebensgeschichte von Katja STURM-SCHNABL. Am 14. April 2022 jährte sich zum 80. Mal der Beginn der Deportationen kärntnerslowenischer Familien in die Zwangsarbeitslager der Nationalsozialisten. „Das Mädchen und der Umhang“ von Evelyn Steinthaler erzählt die Überlebensgeschichte von Katja Sturm-Schnabl, die mit ihrer Familie in jenen Apriltagen des Jahres 1942 deportiert wurde. Bei Bahoe Books erschien zum Gedenken an die Deportationen diesen Frühling Evelyn Steinthalers Roman.

Weitere Infos siehe: https://www.bahoebooks.net/start_de.php?action=201&id=176

Donnerstag, 28. April 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege

Die Buchhandlung a-punkt und der Republikanische Club – Neues Österreich
laden zur Buchpräsentation

REALITÄTEN UND IMAGINATIONEN
Zeichnungen von Klaus HEINRICH

Peter BETTELHEIM und Stephan ENGELHARDT präsentieren und kommentieren die Buchausgabe der Zeichnungen von Klaus Heinrich. (Hg. Klaus Gerrit Friese und Elsa Lluis Martell / Galerie Friese; Berlin) und erschienen im Verlag ça ira. (Berlin u. Wien).

Klaus HEINRICH (1927-2020). Bekannt als kritischer Gelehrter, der in Berlin lebte und war als Student Mitbegründer der »Freien Universität Berlin«. Obwohl er als Philosoph selbst keine eigene philosophische ›Schule‹ formte, steht er, der Religionswissenschaftler, dennoch als ein bemerkenswerter Einzelfall in der Reihe der bekannten deutschen Philosoph:innen des 20. Jhdts.
Geprägt von Sigmund Freuds Psychoanalyse, war er ein ‘radikaler‘ und zugleich ein kontinuierlich reflektierender Kulturwissenschaftler, der akademisch-disziplinäre Einschränkungen laufend überwand. „Ein Stück weit Aufklärung säen“ war sein Bestreben, wonach (formale) Logik, ebenso (fundamentalistische) Religiosität wie (politische) Mystik als permanente Hemmnisse einer – uneingelösten, verklärten, mythisierten – Zivilisation im Wege stehen.

Montag, 25. April 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010:

Die Bedeutung des Lehrens und Lernens über Nationalsozialismus und Shoah steht in Österreich weitestgehend außer Frage. Einen wesentlichen Beitrag dazu sollen NS-Gedenkstätten und Museen leisten. Doch trotz der hohen Bedeutung, die der Vermittlungsarbeit beigemessen wird, bleiben die konkreten Bedingungen, unter denen sie stattfindet, zumeist ausgeblendet. Die vorliegende Studie bietet erstmals eine umfangreiche Analyse eben jener Rahmenbedingungen: Wie sind die Arbeitsverhältnisse der Vermittler*innen ausgestaltet und was folgt daraus für die Vermittlungstätigkeit? Welche Schwerpunkte werden in den Ausbildungen gesetzt, was wird nicht thematisiert? Welchen Belastungsfaktoren sind die Guides durch ihre Tätigkeit ausgesetzt?

Mittwoch, 20. April 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010

Margit HEUMANN präsentiert ihr Buch und liest aus den Briefen.

Der Briefroman basiert auf rund hundert Originalbriefen an Erna, geschrieben von deren Ehemann, Schwiegermutter und Schwägerin. Sie beleuchten exemplarisch den Nachkriegsalltag der Bevölkerung und gleichzeitig die Fernbeziehung zwischen der Vorarlbergerin Erna und dem Steirer Bertram. Deren Tochter Marion, die diese einseitige Korrespondenz liest, setzt sich auf verschiedenste Art damit auseinander.

Montag, 11. April 2022, 19 Uhr, im RC, Fischerstiege, 1010

Der Schriftsteller, Historiker und Anthropologe Richard Schuberth erzählt in seiner ersten deutschsprachigen Monografie zum „Griechischen Volksaufstand“ (1821–1829), die innerhalb eines Jahres vier Auflagen erlebte, dessen Geschichte in scharfer Abkehr von nationalen Deutungen – als epische Tragikomödie, die vor allem zu unvorstellbarem Leid der Bevölkerung führte. Seine Studie zeigt die verschiedenen Facetten des Krieges und seiner Protagonisten auf und deutet den Konflikt als „Nabelbruch der Moderne“, in dessen Verlauf viele Topoi und Ideologien unserer Zeit ihren ersten Auftritt hatten.

John Morrissey ist Musiker (Hotel Palindrone) und Historiker aus dem Kreis von Michael Mitterauer und Peter Feldmayer und spezialisiert auf Geschichte des Mittelmeerraums. Publikationen im Mandelbaum Verlag (Auswahl): „Amalfi – Moderne im Mittelalter“, „Venedig 800–1600“, „Pisa – Seemacht und Kulturmetropole“.

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