Republikanischer Club - neues Österreich

Dienstag, 4. November 2014, 19 Uhr, im RC:

"Zwischen Gestern und Jetzt blitzt Erstarrtes. Zwischen Jetzt und Nun dehnt sich Donner."

Lesung: Yasmin HAFEDH, Thassilo HAZOD, Thomas WALLERBERGER Einleitung und Moderation: Vladimir VERTLIB

Poetisch, suggestiv, gesellschaftskritisch, leidenschaftlich, ironisch, oftmals abgründig, manchmal auch bitter oder sarkastisch sind die Texte von Yasmin HAFEDH, Thassilo HAZOD sowie Thomas WALLERBERGER, dessen oben zitierten Gedichtzeilen Titel gebend für diese Lesung sind. Die drei jungen MitarbeiterInnen der Zeitschrift „Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands“ verkörpern das Gegenteil von dem, was dem heutigen Klischee über junge Menschen entspricht. Yasmin Hafedh, Thassilo Hazod und Thomas Wallerberger sind weder unpolitisch noch sind sie in ihrem Denken ahistorisch, sie sind weder desinteressiert noch blind für die Probleme und Unwägbarkeiten unserer Zeit. Vielmehr hören sie den Donner, wo für andere nicht einmal das Erstarrte der Vergangenheit blitzt. Sie haben einen neuen Blick auf die Welt, die Qualität ihrer Texte liegt in ihrer exemplarischen Eindringlichkeit, ihrer Allgemeingültigkeit und Offenheit, vor allem aber in der Originalität ihrer Sprache.

Yasmin HAFEDH, 1990 in Wien geboren, ist eine deutsch-tunesische Rapperin, Poetry-Slam Veranstalterin und Slampoetin. Sie studiert in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Seit 2010 organisiert sie zwei Poetry Slams sowie seit 2011 eine Lesebühne. 2013 war Hafedh die erste Frau, die die österreichischen Poetry Slam Meisterschaften gewinnen konnte. Ihre mit politischem Unterton versehenen Texte sind auch bei Yasmo, ihrem Rapprojekt, bei dem 2013 das zweite Album "Kein Platz für Zweifel"erschienen ist, zu hören. In der „Zwischenwelt“, Nr. 3-4/2013, S. 27-28 wurde ihr Poetry-Slam-Beitrag „Wo kommst du her?“publiziert und in der Nr. 2-3/2014, S. 32-33, die Erzählung „Djerba, anderer Himmel“.

Thassilo Veit HAZOD, geboren 1990 in Wien, ist in Oberösterreich und Wien aufgewachsen. Nach diversen Reisen und der Absolvierung des Zivildienstes begann er 2009 das Studium der Geschichte und 2011 das Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. In der „Zwischenwelt“ erschienen von ihm neben Rezensionen die Gedichte „Nacht Fluss Feld“ in der Nr. 3-4/2013, S. 27, und weitere Gedichte in der Nr. 2-3/2014, S. 36-37.

Thomas WALLERBERGER, 1987 in Gmunden geboren, studierte in Wien Soziale Arbeit (Abschluss 2011). Von 2009 bis 2011 im Vorsitzteam der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Seit 2011 Projektmitarbeiter der Theodor Kramer Gesellschaft. Ehrenamtliche Mitarbeit im Republikanischen Club – Neues Österreich. Mitherausgeber von „Exil – Literatur und Gedächtnis. Ein Lesebuch“ (Wien, 2012). Aktuell mit der Erarbeitung von literatur- und geschichtsdidaktischen Unterlagen zur Vermittlung von Exilerfahrungen im Schulunterreicht beschäftigt sowie in der sozialpädagogischen Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen tätig. Veröffentlichung diverser Buchbeiträge. Artikel u.a. in der "Presse", "Wiener Zeitung" und "Zwischenwelt". Zuletzt sind von ihm in der Nr. 2-3/2014, S. 39-40, Gedichte erschienen.

 

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